Magdalena Boiangiu,
România literară, 27 octombrie 2004
Georg Peetz, der aus Dutschland stammt und nach stundenlangem Vorsprechen für die Rolle des Cymbelin ausgewählt wurde, verhält sich wie eine Art Prospero, ein Vagabundenkönig. Mit seinen aus einem Zustand der Eingebung geborenen Zeichen bringt er eine anfangs amorphe Gruppe in Bewegung und überträgt Leben und Dramatik auf diese. Der Schauspieler agiert kraftvoll und anmutig und hält durch seine Bühnenpräsenz alle diese unglaublichen und schwer in eine kohärente Handlung zusammenfassbaren Geschichten zusammen. Wie in vielen anderen Inszenierungen Hausvaters wird das Wort auch hier vom Zustand der Eingebung bestimmt, der seinerseits aus der geordnet-ungeordneten, von der Geräuschmusik stimulierten Gruppenbewegung resultiert: das Eintreten in und der Ausbruch aus der Konvention vollzieht sich vor den Augen des Publikums, niemand zwingt den Zuschauer dazu, alles was er sieht für bare Münze zu nehmen, aber ein Frontalangriff auf seine Gedanken, Sinne bringt ihn dazu, eine Verbindung mit dem auf ihn Zutreffenden einzugehen. Nicht wenige lehnen diese Art von Theater ab, sie empfinden die Techniken des Regisseurs als Übergriff und als Hindernis zum Erreichen des Erwartungshorizontes und zur Erfahrung einer gelassenen ästhetischen Freude. Die Stammgäste der Diskotheken und die Fans der Horrormeisterwerke fühlen sich wie zu Hause in Hausvaters Inszenierungen. Dem Regisseur ist es gelungen, aus seinem Ensemble homogene Reaktionen, ein Gruppenbewusstsein und einen Darstellungsrhythmus herauszuholen und somit die individuellen Darstellungen flüssig zu gestalten und die nötige Gefühlstiefe zu gewährleisten.
Magdalena Boiangiu,
România literară, 27. Oktober 2004
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